LMK 7 — 128
LMK 7-128 — 128 MP Imaging Luminance Measurement Device
Die LMK 7-128 ist TechnoTeams Spitzenmodell unter den Leuchtdichtekameras (ILMD) — eine 128-MP-monochrome Kamera mit hauseigener V(λ)-Anpassung und photometrischer Kalibrierung, basierend auf dem Sony IMX661 CMOS-Sensor und angeschlossen über 10 GbE mit Power over Ethernet. Sie ist mit einem primären Fokus auf In-Line-DeMura-Korrektur und hochauflösende In-Line-Inspektion konzipiert. Zwei Betriebsmodi decken sowohl die pixelgenaue Display-Messtechnik als auch Anwendungen mit hohem Dynamikumfang in der Lichttechnik ab.
Neu im Bereich ILMDs? Eine Einführung bietet die LMK-Produktübersicht.

Auf einen Blick
- V(λ)-Anpassung und photometrische Kalibrierung als Standard — auf einem 128 MP Sony IMX661 monochromen CMOS-Sensor; Type-II-Kalibrierung (photometrisch + geometrisch) optional.
- Zwei Betriebsmodi — nativ 128 MP für die pixelgenaue Display-Messtechnik, Binning-Modus (bis 32×32) für Lichttechnik- und Signalanwendungen mit hohem Dynamikumfang.
- Fokus In-Line-DeMura — ausgelegt für den Produktionslinieneinsatz mit der DeMura- und LightChecker-Software; Laborbetrieb mit LabSoft auf derselben Hardware.
- Advanced Pixel Registration (APR) + optionales internes µShaking (±15 µm) — pixelgenaue Messungen auf hochaufgelösten OLED-, µLED- und Micro-LED-Panels.
- 10 GbE + PoE — kombinierte Daten- und Stromübertragung
- Wechselbare TechnoTeam-Optiken — streulicht-optimiert für 128 MP.
- Hardware-Trigger — synchronisierte Aufnahme in automatisierten Aufbauten.
Zwei Betriebsmodi und unterstützte Binning-Faktoren
Die LMK 7-128 unterstützt sowohl die native 128-MP-Auslese als auch mehrere Binning-Faktoren, die je nach Messaufgabe gewählt werden. In allen Modi werden dasselbe Gehäuse und dasselbe optische System verwendet, und jeder Modus ist unabhängig photometrisch kalibriert: Sie können Modi während einer Messsitzung wechseln, ohne neu zu kalibrieren.
| Binning-Faktor | Effektive Auflösung | Typischer Anwendungsfall |
|---|---|---|
| 1×1 (nativ) | 13 400 × 9 528 — ~128 MP | Pixelgenaue Messtechnik auf hochaufgelösten Displays (OLED, µLED, Micro-LED). |
| 2×2 | 6 700 × 4 764 — ~32 MP | Hochauflösende Lichtmesstechnik, große Display-Panels, Objekte mittlerer Helligkeit. |
| 4×4 | 3 350 × 2 382 — ~8 MP | Hochempfindliche Lichtmesstechnik, Signalleuchten, HDR-Lichttechnik-Szenen. |
| 8×8 | 1 675 × 1 191 — ~2 MP | Niedrige Leuchtdichte-Bereiche in HDR-Szenen, großflächige Beleuchtungs-Mappings. |
| 16×16 | 838 × 596 — ~0.5 MP | Sehr niedrige Leuchtdichte-Bereiche und schnelle Scan-Szenarien. |
| 32×32 | 419 × 298 — ~0.12 MP | Extreme Niedrig-Leuchtdichte-Pegel in HDR, schnellste Scan- und Vorschau-Szenarien. |
Eine Besonderheit der LMK 7-128 ist die große Reserve an effektiver Auflösung, die auch bei hohen Binning-Faktoren erhalten bleibt: ausgehend von 128 MP liefert 4×4 noch ~8 MP und 2×2 noch ~32 MP.
Warum 128 Megapixel?
Bei hochauflösenden emittierenden Objekten — OLED-, µLED-, Micro-LED-Panels oder strukturierten Lichtquellen — muss die Messkamera jeden Emitter mit ausreichender Abtastung erfassen, um ihn sauber von seinen Nachbarn zu trennen. Aliasing zwischen dem "Emittergitter" und dem Sensorgitter erzeugt Moiré-Artefakte; je mehr Pixel der Kamerasensor bietet, desto höher das erreichbare Sampling-Verhältnis und desto leichter sind diese Artefakte zu vermeiden oder zu unterdrücken.
Mit 128 MP erreicht die LMK 7-128 Sampling-Verhältnisse, die zuvor zusammengesetzte Multi-Capture-Workflows erfordert haben. In Verbindung mit TechnoTeams hochwertigen, streulicht-optimierten Objektiven ermöglicht sie Einzelmessungen mit hohem Dynamikumfang an den dichtesten heute in Produktion befindlichen Pixel-Arrays — und im Binning-Modus liefert dieselbe Kamera weiterhin eine sehr hohe effektive Auflösung, wenn nicht der Pixel-Pitch, sondern die Empfindlichkeit limitierend ist.
Advanced Pixel Registration (APR)
Aufbauend auf dieser nativen Abtastung ist Advanced Pixel Registration (APR) TechnoTeams Software-Workflow für die pixelgenaue Leuchtdichtemessung an feinpitchigen Displays. APR läuft als reine Software und benötigt keine geometrische Kalibrierung. Es ist verfügbar in LabSoft (für hochauflösendes Stitching) und in DeMura (für die pixelgenaue Korrektur). Der vollständige APR-Workflow ist auf der dedizierten Applikationsseite DeMura & Pixel-Level-Messung beschrieben.
Optionales internes µShaking (±15 µm)
Die interne µShaking-Einheit ±15 µm ist eine werkseitig zu bestellende Hardware-Option. Sie bewegt den Sensor selbst, um das Emittergitter vom Sensorgitter zu entkoppeln und Moiré-Artefakte zu unterdrücken — auch genannt Phase Compensation DeMoiré — ohne externe Bewegungseinheiten.
In Kombination mit APR erweitert µShaking den Messbereich auf:
- Kleinere Abtast-Verhältnisse — etwa 2–3 Kamerapixel pro Display-Pixel (statt ~10 cpx/dpx ohne µShaking).
- Hochaufgelöstere Panels und kleinere ROIs beim gleichen Arbeitsabstand.
Eine Methode zur Ableitung von Korrekturdaten aus µShaking-Messungen — die anschließende routinemäßige, shakingfreie Messung ermöglicht — ist durch TechnoTeams internationale Patentfamilie (z. B. US 12,387,297 B2) geschützt.
Anwendungen
- Hochauflösende Display-Messtechnik & DeMura-Korrektur — OLED-, µLED-, Micro-LED-, LCD-Panels auf Pixel-Ebene: Uniformität, lokaler Kontrast, Subpixel-Analyse. In Kombination mit dem internen µShaking und der DeMura-Software für die In-Line-DeMura-Korrektur. Vollständiger Kontext: DeMura & Pixel-Level-Messung.
- Lichtmesstechnik- und Signalinspektion (Binning-Modus) — allgemeine Beleuchtungseinrichtungen, Signalleuchten, Verkehrs- und Eisenbahnsignale, Rückprojektionsschirme; eine Kamera deckt Display- und Lichttechnik-Anwendungen ab.
- Scheinwerfer-, DRL- und Außen-Automotive-Lichttechnik-Messtechnik — Matrix-, HD- und ADB-Scheinwerfer auf Pixel-Ebene; in Kombination mit TechnoTeams Screen-Goniophotometrie indirekte Lichtstärkeverteilungs-(LID-)Messung für Scheinwerfer, DRLs und allgemeine Beleuchtung deutlich schneller als bei konventionellen Scan-Goniophotometern.

LMK 7 in einem Messaufbau
Technische Daten
Photometrie & Kalibrierung — die LMK 7-128 übernimmt die V(λ)-angepassten Performance-Eigenschaften der LMK-6-Familie, skaliert auf die 128-MP-Plattform.
| Technische Daten | |
|---|---|
| Sensor — bildgebendes CMOS-Matrixsystem | 6480 x 4860 Pixel
Sony-CMOS [ IMX661 (APS-C); 12 Bit digital ] |
| Pixelgröße | 3,45 µm |
| Binning-Modi | 1×1 (nativ) bis 32×32 |
| Abmessungen des Gehäuses ohne Objektive (H × B × T) | Stabiles schwarz eloxiertes Aluminiumgehäuse: 150 × 125 × 125 mm |
| Gewicht | Kameragehäuse ohne Objektiv: ~1 800 g |
| Datenschnittstelle | 10 Gigabit Ethernet (M12 X-codiert), Power over Ethernet |
| Metrologische Daten | |
|---|---|
| Dynamischer Bereich | Einzelbildmessung: 1:1 100 (~ 61 dB) Hochdynamische Messung (Belichtungsreihen): 1:10 000 000 (~ 140 dB) |
| Spektrale Anpassung1 | Angepasst an den relativen spektrale Hellempfindlichkeitsgrad V(λ) für die Leuchtdichtemessung mit einem Vollglasfilter |
| Metrologische Spezifikation | V(λ) [ f´1 < 3 %]2 |
| Messgröße | Leuchtdichte: L (cd/m²) |
| Messbereich3 | Integrations-/Belichtungszeit von 100 μs bis 15 s 1 ms ≈ max. 10.000 cd/m² 3 s ≈ max. 3,3 cd/m² Die Nachweisgrenze4 (f3,0) für alle Integrations-/Belichtungszeiten liegt bei etwa 0,04 % bezogen auf den angegebenen maximalen Leuchtdichtewert. Höhere Leuchtdichten können mit optionalen Neutraldichtefiltern gemessen werden. |
| Kalibrierunsicherheit5 | fixfokus Objektiv ∆L [ < 2 % ] fokussierbares Objektiv ∆L [ < 2,5 % ] |
| Wiederholgenauigkeit6 | ∆L [ < 0.1 % ] |
| Messgenauigkeit | ∆L [ < 3 % ] für Normlichtart A |
| Gleichförmigkeit4 | ∆L [ < 2 % ] |
Software
Die LMK 7-128 läuft mit drei dedizierten TechnoTeam-Software-Suiten: LabSoft (Labor / R&D), LightChecker (In-Line-Inspektion) und DeMura (In-Line-DeMura-Korrektur). LabSoft ist über ActiveX, Python und gRPC steuerbar; LightChecker und DeMura sind über TCP/IP steuerbar.
Beratung oder Live-Demo anfragen
Sie spezifizieren eine DeMura-Produktionslinie, planen eine In-Line-Inspektion oder vergleichen LMK-Modelle? Unser Display-Messtechnik-Team unterstützt Sie bei der Wahl der richtigen Konfiguration und kann eine Live-Demo an unserem Standort Ilmenau oder vor Ort organisieren.
FAQ LMK 7
Die LMK 7 -128 ist ausgelegt für die In-Line-DeMura-Korrektur und die hochauflösende In-Line-Inspektion auf Produktionslinien. Im nativen Modus dient sie der Leuchtdichtemessung pro Emitter auf hochaufgelösten OLED-, µLED- und Micro-LED-Panels; im Binning-Modus dient sie als hochempfindliches bildgebendes Photometer für die Lichttechnik-, Scheinwerfer- und Signalinspektion.
LMK 6 (5, 12, 30 MP, mono oder color) deckt die universelle bildgebende Photometrie und Colorimetrie ab; die hier gezeigte LMK 7-128 ist ausschließlich monochrom und höher auflösend, mit einem primären Fokus auf In-Line-DeMura. Alle LMK-Modelle sind labor- und in-line-fähig; die Wahl hängt von Auflösung, Empfindlichkeit und Anwendungsfokus ab. Ein anwendungsorientierter Vergleich findet sich auf der LMK-Übersicht.
Der Sony IMX661 monochrome CMOS-Sensor mit elektronischem Global Shutter. Details finden sich in den Technischen Daten und im PDF-Datenblatt.
Der native Modus liefert die volle Pixel-Auflösung ungebinnt (in Software-Menüs auch als „1×1" bezeichnet). Binning kombiniert benachbarte Pixel zu größeren, empfindlicheren Superpixeln — unterstützte Faktoren sind 2×2, 4×4, 8×8, 16×16 und 32×32.
APR ist TechnoTeams Software-Workflow für die pixelgenaue Messung an feinpitchigen Displays, optimiert für DeMura-Produktionsabläufe und hochauflösende Display-Messtechnik. APR läuft auf jeder LMK als reine Software und benötigt keine geometrische Kalibrierung. Vollständige Beschreibung: Applikationsseite DeMura & Pixel-Level-Messung.
Ohne µShaking sind ~10 Kamerapixel pro Display-Pixel je Dimension der Zielwert. Mit dem optionalen internen µShaking erweitert APR den Bereich auf ~2–3 cpx/dpx bei gleicher Messqualität. Die genaue Konfiguration hängt von Panelgröße, Pitch, Arbeitsabstand und Objektiv ab — unser Applikationsteam dimensioniert den richtigen Aufbau.
Die photometrische Kalibrierung ist Standard. Die Type-II-Kalibrierung (photometrisch + geometrisch) ist eine Option für Anwendungen, die absolute Positionsgenauigkeit über das Bildfeld benötigen. APR selbst benötigt keine geometrische Kalibrierung.
Bilddaten und Strom teilen sich einen einzigen M12-X-codierten 8-poligen Anschluss (10 GbE + PoE). Alternativ ist die DC-Versorgung über 20–24 V DC möglich (genaues Power-Budget siehe Datenblatt). Ein LEMO-Anschluss bietet den Hardware-Trigger Ein-/Ausgang. Kameras mit µShaking tragen zusätzlich einen HiRose-Anschluss für die Sensor-Stage-Ansteuerung.
Nein — das interne µShaking ist eine optionale werkseitige Zusatzausstattung (nicht nachrüstbar). Beim Bestellen umfasst die Option das dedizierte HiRose-Antriebskabel und wird von der Software angesteuert.
Ja — die Produktionslinie ist der primäre Einsatzfokus. Die LightChecker-Software deckt die In-Line-Inspektion ab; die DeMura-Software deckt die In-Line-DeMura-Korrektur ab (beides TCP/IP). Zusätzlich deckt LabSoft den Laborbetrieb ab (ActiveX, Python, gRPC). Dieselbe Hardware läuft in allen drei Umgebungen, sodass eine im Labor entwickelte Messung auf der Linie industrialisiert werden kann, ohne die Kamera neu zu qualifizieren.
Nein. TechnoTeam hat eine patentierte Methode entwickelt, die pixelgenaue Korrekturdaten aus einer einzelnen µShaking-Charakterisierung ableitet — die nachfolgenden routinemäßigen Messungen laufen dann ohne aktives Shaking. Für Produktionslinien oder schwingungsempfindliche Umgebungen kann die µShaking-Sequenz einmalig ausgeführt werden (zum Beispiel bei der Linieneinrichtung oder beim produktbezogenen Teach-in), danach läuft die In-Line-Messung vibrationsfrei mit den angewendeten Korrekturdaten. Bei Aufbauten mit ausreichender nativer Abtastung (~10 Kamerapixel pro Display-Pixel) funktioniert APR allein gut, und µShaking ist gar nicht erforderlich.
- Typ:
- Hardware
- Anwendungen:
- Automotive Display
- Messgröße:
- Lichtmessung
- Aufgaben:
- Automation & Industrie Entwicklung & Industrie