Home # Mehr erfahren # Webinare # Webinar: Reproduzierbare Messung von Display-Sparkle  · 
+ + + + + + + + +

Webinar: Reproduzierbare Messung von Display-Sparkle

Entblendungsschichten spielen eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung eines optimalen Benutzerkomforts in variablen und ungünstigen Lichtverhältnissen. Diese Schichten können jedoch ein sichtbares Sparkle auf dem Display erzeugen, was die Nutzungserfahrung beeinträchtig.
Da es derzeit keine Richtlinie gibt, die eine reproduzierbare Quantifizierung dieses Display-Sparkle für eine Vielzahl von Messaufbauten gewährleistet, haben TechnoTeam, Volkswagen und Elektrobit Automotive – eine 100%ige Tochter von Continental – ein gemeinsames Projekt gestartet. Die Zusammenarbeit erzielte bedeutende Fortschritte bei der Suche nach und dem Verständnis von reproduzierbaren Messbedingungen für unerwünschtes Display-Sparkle. Die Ergebnisse werden zur Definition einer neuen Automotive-Messspezifikation verwendet, die in diesem Webinar vorgestellt wird.

In diesem Webinar erhalten Sie einen ersten Einblick in die neu entwickelte Automotiv Spezifikation bei Volkswagen und lernen wichtige Voraussetzungen für reproduzierbare Messwerte kennen und verstehen. Dieses Webinar wird von Dr.Ing. Rotscholl, Experte für Display-Messtechnik bei TechnoTeam, präsentiert.

Webinar-Aufzeichnung

Unsere Live-Webinare Termine sind vorbei. Sie können sich unten die Aufzeichnung des Webinars ansehen, sowie die Folien downloaden.

Lade Player...

Downloads

FAQ

FAQ

Antwort

Ein Autofokus-Algorithmus optimiert den Fokus, um ein scharfes Bild zu erhalten. In unserem Fall ist das die Pixelebene. Bei der Verwendung einer Autofokustechnik weiß man nicht genau wo man sich in der Tiefenschärfe befindet. Diese Ungenauigkeit in der Schärfentiefe ist das Hauptproblem einer Autofokustechnik, denn der Autofokus stützt sich dann zusätzlich auch auf das Bildsignale, welche aus anderen Sensorebenen stammen. Innerhalb der Schärfentiefe ist es für den Autofokus das gleiche Signal - das gleiche gilt auch für ein manuelles nachfokussieren. Da viele der aktuellen Systeme eine fixe Blendenzahlhaben, ist die gewählte Methode der effektivste Weg.

Antwort

Das ist der Vorteil des Fourier-Transformation Ansatzes. Der Filter beim Frequenz-Ansatz filtert nicht nur periodische Signalkomponenten, sondern auch die niederfrequente Signalanteile. Der Einfluss der Hintergrundbeleuchtung ist eine niederfrequente Signalkomponente, daher wird sie ebenfalls vollständig entfernt. Auch die lokale Auswertung würde diesen Anteil entfernen, da immer durch den lokalen Mittelwert eines Bildbereichs dividiert wird, um den lokalen Sparkle-Wert zu erhalten. Es gibt also keinen Einfluss des Gegenlichts oder niederfrequenter Komponenten.

Antwort

Die Methode kann auch für große gekrümmte Displays verwendet werden, da nicht das Sparkle auf dem gesamten Display gemessen werden muss. Einen kleinen Ausschnitt in der Mitte zu messen ist dafür ausreichend. Wenn das Display eine nicht zu starke Krümmung aufweist sollte dies kein Problem sein. Wenn ein Display mit einer stärkeren Krümmung gemessen werden soll, sollte ein Messaufbau mit einer großen Tiefenschärfe gewählt werden.

Antwort

Eine Versuchsreihe wurde für eine Helligkeitstufe mit 50% maximaler Leuchtdichte, aber es gab keinen signifikanten Unterschied in den Ergebnissen. Es wäre nicht sehr sinnvoll, das Display-Sparkle bei einer geringeren Leuchtdichte zu messen.
Die Messungen sind farbempfindlich. In diesem Messaufbau wurde das Sparkle für Rot, Grün, Blau und Weiß gemessen. Obwohl es die höchsten Sparkle-Werte für rote und blaue Bilder gab, wurde Grün gewählt. Das liegt daran, dass die derzeit existierenden Methoden Grün verwenden. Generell wird das Display-Sparkle vom Menschen am empfindlichsten mit grüner Hintergrundfarbe wahrgenommen.

Antwort

Dank des Filters im Frequenzbereich werden alle niedrigen Frequenzen herausgefiltert. Wenn ein solcher Effekt auftritt, wird er nicht direkt gemessen.

Antwort

Das hängt vom ppi-Bereich ab. Wir haben Displays mit 224 ppi und 183 ppi verglichen, wobei es keine Rolle spielt, ob man die Vergrößerung oder den Abbildungsmaßstab konstant hält. 

Antwort

Unsere Partner von VW haben den Grenzwert auf ca. 5% bei einem RPS von 2,45 festgelegt.

Antwort

Der FFT-Algorithmus wird der Teil der Spezifikation werden.

Antwort

Der Sparkle-Effekt wurde für verschiedene Objektive und Kamerakombinationen getestet. Dann wurde die Sparkle-Matrix analysiert und der Messfeldwinkel berechnet. Der Effekt ist für das 16-mm-Objektiv aufgrund des größeren Messfeldwinkels stärker.

Antwort

Die Messung selbst ist nur ein einziges Messbild. Bei der Ausrichtung hängt es davon ab, ob bspw. das LMKposition verwendet wird, mit dem das Ausrichten etwa 40 Sekunden dauert, oder ein anderer Aufbau. In beiden Fällen muss die Ausrichtung gemäß derBlackMURA Spezifikation erfolgen. Ein weiterer Teil in der Einrichtung des Messaufbaus ist das Finden des richtigen Fokus. Um den richtigen Fokus zu finden, müssen mehrere Aufnahmen gemacht werden.
Wenn das Display oder die Anti-reflex-Schicht immer in ungefähr der gleichen Position platziert werden kann, sind die nachfolgenden Messungen lediglich die o.g. Einzelaufnahmen.

Antwort

Ja. Sie benötigen die aktuelle Version der LMK LabSoft Software, das Display-Sparkle AddOn sowie eine lineare Bewegungsachse. Es kann eine Bewegungsachse sein, die sie bereits nutzen, aber Sie können sie auch von uns erhalten.

Antwort

Das wird noch spezifiziert. Der Wert wurde so niedrig wie möglich gehalten. Ein niedrigerer Abbildungsmaßstab bedeutet, dass Sie einer BlackMURA-konformen Einrichtung entgegenkommen.

Antwort

Mit einer Sparkle-Matrix kann der Einfluss direkt gemessen werden, da die Kamera unterschiedliche Betrachtungswinkel hat. Dieser Effekt kann in dem Messbild beobachtet werden. Es besteht eine sehr hohe Abhängigkeit vom Messfeldwinkel. Wir haben dies bei allen von uns getesteten Gläsern beobachtet. Dieser Effekt wirkt sich auf die Sichtbarkeit aus. Sie können auch versuchen, einen anderen Vorzug im Messbild berechnen, wenn Sie an bestimmten Winkeln interessiert sind. Für einen einzelnen (winkelunabhängigen) Sparklewert ist jedoch der Medianwert aus dem Messbild besser geeignet. Trotzdem kann der Effekt selbst interessant sein.

Antwort

Dieser Effekt wurde nicht gemessen. Wenn Sie dies tun wollen, müssen Sie die Fokusposition anpassen und in diesem Bereich messen. Es wird jedoch schwierig sein, zwischen Sparklewerten vom Deckglas und Sparklewerten den dahinter liegenden Schichten zu unterscheiden.

Antwort

Im Allgemeinen basiert die Berechnung auf Bildverarbeitung, die allerdings etwas kompliziert ist, aber sie wird Teil der Messspezifikation sein. Dies ist besonders wichtig für Gerätehersteller, die diese Technik implementieren werden.

Antwort

Die Reproduzierbarkeit ist in diesem Fall geringer, daher sprechen wir über den gleichen Bereich. Aus der Sicht der Wahrnehmung war der Abstand nicht sehr groß. Außerdem wurde ein anderer Messfeldwinkel verwendet.

Antwort

Das verwendete Display ist ein Automobil-Display, das bereits Schichten hatte, und somit auch ein Display-Sparkle.
Aber selbst, wenn die Anzeige perfekt wäre, würden Sie nicht 0% oder nahe 0% erreichen, weil immer ein kleines Sparklev–Offset exsitiert. Der Filter-Frequenzbereich bringt andere Effekte mit sich, und diese anderen Effekte erzeugen ebenfalls ein Display-Sparkle.

Antwort

Das Display-Sparkle ist ein Phänomen, das vom menschlichen Auge beobachtet werden kann, daher sollten zu Beginn Leuchtdichtemessungen verwendet werden, um einen aussagekräftigen Wert für das Display-Sparkle zu erhalten. Damit ist die Rückverfolgbarkeit gegeben und deshalb benötigen Sie ein kalibriertes Leuchtdichtemesssystem, um diese Art von Messungen durchzuführen.

Antwort

Das hängt sowohl vom Messaufbau als auch von den in diesem Webinar behandelten Handhabungsfragen ab. Es gibt eine starke Abhängigkeit des Display-Sparkles. Wenn Sie kleine Defekte oder einen großen Winkelbereich auswerten, dann haben Sie große Maxima.

Antwort

Bezüglich des Abbildungsmaßstabs müssen Sie sich auf einen Wert einigen.
Wir werden einen Wert dafür in die VW-Spezifikation schreiben. Der Messfeldwinkel ist bei diesem Wert nicht so kritisch. Sie können die Berechnungen durchführen und ihn ignorieren.
Sie sollten nur den Bereich verwenden, der den Messfeldwinkel im Messbild abdeckt, an dem Sie interessiert sind, wenn Sie eine medianbasierte lokale Auswertung anwenden.
Das Messfeld sollte nicht zu klein sein, es macht keinen Sinn nur ein paar Messbildpixel auszuwerten. In der praktischen Anwendung mit 16mm Objektiven und dem von uns spezifizierten Abbildungsmaßstab ist dies keine wirkliche Einschränkung. Hier geht es mehr um den Auswertungsbereich, der berücksichtigt werden muss. Für den Abbildungsmaßstab versuchen wir kleine Werte zu verwenden. Es wird noch geprüft, wie klein der Abbildungsmaßstab werden kann. Je kleiner, desto näher kommen wir der Verwendung eines bereits bestehenden BlackMURA-Setups. Bis jetzt ist der niedrigste Wert, den wir gefunden haben 2,1. Wir testen derzeit Werte die kleiner als 2 sind.

Antwort

Wir haben keine physiopsychologische Studie durchgeführt. Bis jetzt gibt es keine wirkliche Studie für den Wert eines akzeptablen Sparklewertes, sondern nur die im Webinar gezeigte Expertenstudie. Es gibt die Werte niedrig, mittel und hoch. Dieser Bereich wurde uns von unseren Partnern zur Verfügung gestellt. Das Display- Sparkle war dabei deutlich sichtbar. Unsere Partner sehen ein akzeptables Niveau im Bereich von 5%. Wenn es mehr als 5% beträgt, würden sie die Abdeckung oder das Glas nicht verwenden, weil es zu hoch ist. In anderen Fällen wäre es in Ordnung, weil andere Auswirkungen der Anti-Reflex-Schichten in Betracht gezogen werden sollten.

Antwort

Die verwendeten Parameter für die Messung sind der maximale Messfeldwinkel und der Abbildungsmaßstab. Der Abbildungsmaßstab wird wahrscheinlich in der Spezifikation angegeben, und dann müssen Sie nur den maximalen Messfeldwinkel untereinander weitergeben.

Antwort

Ja, das ist geplant. Die Details wie man bspw. den Frequenzfilter konfiguriert wurden in dem Webinar ausgelassen. Es wird jedoch in der Spezifikation detailliert beschrieben werden. So dass jeder der den Algorithmus selbst implementieren möchte, dies auf der Grundlage der Spezifikation tun kann. Für die Display-Sparkle-Spezifikation wird das Layout der BlackMURA-Spezifikation als Vorlage dienen.

Antwort

Wir haben kein telezentrisches Objektiv, sondern nur die Standard-Objektive 16mm, 25mm und 50mm verwendet. Der Grund war die Anwendung derselben Objektive, die derzeit für BlackMURA-Aufbauten und Messungen verwendet werden.